

Am 4. August 2026 wäre der Berner Liedermacher Mani Matter 90 Jahre alt geworden.
Im "Berner Bund" erschien an diesem Tag dieser
Artikel des Kulturjournalisten Alexander Sury.
Ein bislang unveröffentlichter Vortrag seines Freundes und Mentors Klaus Schädelin wirft ein neues Licht auf den Liedermacher.

Foto: Hans Krebs (Bildarchiv ETH-Bibliothek)
In Kürze:
Vielleicht wäre Mani Matter nie als Liedermacher bekannt geworden, wenn ein Berner Pfarrer und Gemeinderat nicht ein Spulentonbandgerät besessen hätte. Als nämlich der junge Mani Matter Ende der 1950er-Jahre begann, selbst komponierte berndeutsche Lieder zu singen, war Klaus Schädelin (1918-1987) der Einzige im Umkreis des jungen Berner Chansonniers, der so ein Tonbandgerät besass.
Nachdem Schädelin im Dezember 1959, 18 Monate nach seiner ausserordentlichen Wahl, bei den offiziellen Gemeinderatswahlen glanzvoll bestätigt worden war, spielte Mani Matter auf der Wahlfeier in einem Berner Altstadtkeller ein paar neue Lieder vor: unter anderen «dr eskimo», «dr ferdinand isch gschtorbe» oder «ds Lotti schilet».
Der solcherart geehrte Klaus Schädelin war ebenso überrascht wie begeistert von diesem ihm bis dato unbekannten Talent; umgehend schlug er vor, Mani Matter auf Tonband aufzunehmen, um sicherzustellen, dass diese Lieder nicht verloren gehen würden.
Pfarrer, Gemeinderat und Autor eines Kinderbuchklassikers: Klaus Schädelin (1918-1987).
Foto: Keystone
So kam Matter regelmässig in Schädelins Haus am Münzrain Nr. 1. Klaus Schädelin spielte die Aufnahmen auch seinen Gästen ab. Einer der Besucher war Guido Schmezer, damals Unterhaltungschef bei Radio Bern. Schmezer lud Mani Matter daraufhin zu Studioaufnahmen ein. Am 20. Februar 1960 war die Stimme des damals 23-jährigen Jus-Studenten erstmals im Radio zu hören.
Ein Vortrag wirft nun ein neues Licht auf das Verhältnis von Mani Matter zum 18 Jahre älteren Klaus Schädelin. Bei der Recherche im Nachlass Mani Matters im Schweizer Literaturarchiv stiess der Zürcher Liedermacher Andreas Aeschlimann auf einen unveröffentlichten Vortrag mit dem Titel «Mani Matter – Die Kraft des Denkens».
Klaus Schädelin hielt den Vortrag in einer Volkshochschulveranstaltung am 18. April 1978 in der Zunftgesellschaft zu Metzgern – fünfeinhalb Jahre nach Mani Matters Unfalltod im November 1972. Diesen in Berner Mundart gehaltenen Vortrag hat Schädelin selber auf Tonband aufgenommen. Mit der Erlaubnis der Erben von Klaus Schädelin übertrug Aeschlimann den Vortrag ins Hochdeutsche.
Klaus Schädelin wirkte als reformierter Pfarrer neun Jahre an der Berner Petruskirche und wechselte dann als Quereinsteiger in die Politik – ab 1958 war er für 15 Jahre in der Berner Stadtregierung Fürsorge- und Gesundheitsdirektor, zeitweise auch als Vorsteher der Polizei- und der Tiefbaudirektion.
Am bekanntesten ist er jedoch bis heute als Autor des 1955 erschienenen Kinderbuchbestsellers «Mein Name ist Eugen». Die Lausbubengeschichten von Eugen, Bäschteli, Wrigley und Eduard erlebten 2025 ihre 34. Auflage und stehen momentan bei rund einer Viertelmillion verkaufter Exemplare.
Gehört zu den zehn erfolgreichsten Schweizer Spielfilmen aller Zeiten: Die vier Lausbuben in der Filmfassung von «Mein Name ist Eugen» (2005).
Foto: PD
Zwischen Schädelin und Matter lag ein Altersunterschied von etwa 18 Jahren – eine ganze Generation. Trotzdem hatten die beiden eine Gemeinsamkeit: Beide begannen ihre schriftstellerischen Karrieren in der Pfadfinderbewegung «Patria» und veröffentlichten in der Pfadizeitung «Hallo».
Während der Ältere (Pfadiname: Gockel) dort bereits in den 1940er- und 1950er-Jahren die Fortsetzungsgeschichten schrieb, aus denen später sein Lausbubenklassiker «Mein Name ist Eugen» hervorging, steuerte der junge Matter ab 1953 seine ersten Gedichte bei.
In seinem Vortrag blickt Klaus Schädelin mit schier grenzenlosem intellektuellem Respekt auf den jüngeren Juristen. Schädelin hielt fest, Mani Matter sei der «gescheiteste Mensch, den ich je getroffen habe».

Die Lichtgestalt Hans-Peter alias Mani Matter (1936-1972): Räbechilbi in Richterswil, 2016.
Foto: ZSZ
An Matter habe er eine «fast entmutigende Intelligenz erlebt», die durch das Jurastudium an den harten Realitäten des Rechts geschärft worden sei. Matter wählte das Studium der Jurisprudenz bekanntlich, weil es ihn, wie er selbst sagte, «das Denken gelehrt» habe.
Schädelin bewunderte an Matter besonders, dass dieser seine intellektuelle Brillanz nie zur Schau stellte und Hochachtung vor Tätigkeiten wie einem Strassenwischer oder einem Parkgärtner empfand. Gegenüber eingebildeten und arroganten Menschen habe er hingegen schonungslos und brutal reagieren können.
In politischer Hinsicht war es Ende der 1950er-Jahre zu einem Rollentausch zwischen Matter und Schädelin gekommen. Es war nämlich der junge Jus-Student Mani Matter, der die politische Karriere des älteren Pfarrers lancierte.
Matter war 1958 als Propagandachef und treibende Kraft an der Kampagne der Gruppierung Junges Bern beteiligt. Das von Matter 1955 mitgegründete Junge Bern (seit 1997 Grüne Freie Liste) stand zwischen den politischen Fronten und nahm für sich in Anspruch, politische Fragen von Fall zu Fall zu entscheiden.
Mit dem charmanten Slogan «Wenn schon ein Klaus in den Gemeinderat, dann Klaus Schädelin» portierten sie den reformierten Pfarrer völlig unverhofft in die Berner Stadtregierung. Schädelin war sich durchaus bewusst, dass er ohne Matters clevere Kampagne und den Erfolg seines Jugendbuches diese Wahl wohl nie gewonnen hätte.
Immer war er unterwegs, nie blieb er stehen: Mani-Matter-Tram in Bern 2002.
Foto: Valérie Chételat
Die Wege des väterlichen Mentors und des jüngeren Juristen kreuzten sich später auch beruflich: Während Schädelin als Gemeinderat amtierte, arbeitete der ausgebildete Jurist Mani Matter ab 1969 als Rechtskonsulent für die Berner Stadtregierung.
Schädelin stellt Matter auch als profunden Denker vor, der sich intensiv mit der Logik und grossen Philosophen wie Søren Kierkegaard beschäftigte. Matters tiefe Skepsis gegenüber geschlossenen ideologischen Systemen, seine Ablehnung des Marxismus etwa, der menschliches Leben in ein starres System zu zwingen versuche, fand für Schädelin in einem Grundsatz von Kierkegaard seinen Ausdruck. «Man kann ein System des Denkens aufstellen, nicht aber ein System des Daseins.»
Mani Matter wird von Schädelin als überaus geselliger Mensch charakterisiert, der das scheinbar sinnlose «Palaver» liebte. So konnte er – unter anderem auch mit Klaus Schädelin – auf der Münsterplattform Boule spielen und dann im Restaurant Frohsinn mit seinen Freunden, der «Gang», darüber debattieren, ob man sich nun einen Western oder einen Problemfilm im Kino ansehen solle – nur um auf den Kinobesuch danach ganz zu verzichten.
Schädelin vergleicht dieses Verhalten «mit dem spielerischen Herumtollen eines Kätzchens», das dabei Fähigkeiten für den Ernst des Lebens übe. Dieser clowneske Wortwitz stand in starkem Kontrast zu einer anderen, von Schädelin erwähnten Seite Matters, in der auch Traurigkeit und Schwermut zu Hause waren. Er konnte ein verschlossener Einzelgänger sein, der einsam die Aare entlangschlenderte.
Wiederholt sei er, tief in Gedanken versunken, auch mit einer leeren Hundeleine spazieren gegangen und habe erst viel später bemerkt, «dass er den Hund zu Hause vergessen hatte».
Schädelin betont, dass Matters Chansons «von vorne gesehen ganz gewöhnliche Lieder» sind, die jeder «Lööu» verstehe, die aber in Wahrheit «im Kleinen verpackte hochphilosophische Gedanken» darstellten. So erklärt Matter in «betrachtige über nes sändwitsch» humorvoll die philosophische Dialektik anhand eines belegten Brotes.

Hüpfend geht es abwärts: Seit 2003 heisst die Verbindung zwischen Rathaus und christkatholischer Kirche Mani-Matter-Stutz.
Foto: Adrian Moser
Schädelin ging Matters Tod so nahe, dass er dieses Erlebnis als Mitursache für seinen Herzinfarkt begriff, den er im Jahr darauf 55-jährig erlitt und der zum Rücktritt aus dem Gemeinderat und zur Frühpensionierung führte.
Klaus Schädelins tiefgründige Hommage endet konsequent beim genialen Liedermacher. Schädelin verneigt sich vor dem tiefgründigen Denker, dem es gelang, das Unbegreifliche und Melancholische des Daseins in berndeutschen Texten in einfache Worte und Geschichten zu kleiden, sodass die existenzielle Wahrheit stets «singbar» blieb – und das seit über einem halben Jahrhundert für Gross und Klein und für Alt und Jung.
Nicht nur eine Uhr, die alle 2 Stunden stehen bleibt, hat der Berner Troubadour Mani Matter erfunden, sondern auch eine Vielzahl zeitloser Chansons. Die Lieder Mani Matters haben seit ihrem ersten Erklingen nichts an Aktualität eingebüsst – im Gegenteil! Es wohnt ihnen eine berührende Mischung von Humor und Tiefsinn inne, die den Berner Chansonnier unvergesslich macht. Unscheinbare Begebenheiten des Alltags erhalten weltgeschichtliche Dimensionen. Gleichzeitg aber spricht Mani Matter grosse Gedanken in schlichten Worten und einprägsamen Bildern aus. Er hat sich so in die Herzen von Jung und Alt gesungen.
(je nach Bedarf von Kurzauftritt bis abendfüllendem Programm möglich)

• Hörbeispiel anlässlich einer GV in Rapperswil-Jona "dene wos guet geit" & "i han es zündhölzli azündt" (Video) / (nur Audio)
• Hörbeispiel anlässlich Vereinsanlasses in Ostermundigen "dr sidi abdel assar vo el hama" (Video) / (nur Audio)
• Hörbeispiel anlässlich Vereinsanlasses in Ostermundigen "hemmige" (Video) / (nur Audio)
Mani Matter prägte als Chansonnier und Troubadour die Berner Kleinkunst-Kultur in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die Wirkung und Resonanz seines poetischen und musikalischen Schaffens reicht bis heute weit über die kantonalen Grenzen – wie auch über Landesgrenzen – hinaus. Fast jedes Kind kennt und singt Matter-Lieder. An manchen Schulen werden sie regelmässig im Unterricht verwendet und sind als Bestandteil vieler Liedersammlungen nicht mehr wegzudenken.
Die Chansons von Mani Matter werden authentisch und originalgetreu interpretiert.
Ergänzt wird die musikalische Darbietung durch Zwischentexte, welche Einblicke in besondere biografische Stationen in Mani Matters Leben geben.
Das zweite Programm zu Ehren des bekanntesten Liedermachers aus der Schweiz gibt neue Einblicke in die Vielfältigkeit des Werkes eines sowohl tiefgründigen als auch humorvollen Poeten und Sängers. Andreas Aeschlimann lässt die Chansons neu aufleben und spannt den Bogen bis zum legendären Auftritt Mani Matters im Berner Bierhübeli im September 1972.

«Einisch am‘ne Morge
oder am‘ne Namittag
wärde zwee vo mine Bekannte
irgendwo sich träffe...
Und si wärde brichte zäme
über dis und das und äis
und uf ds mal wir eine säge:
Bsinnsch du di a Matter?
Und de wird dr ander säge:
Meinsch, dä, wo so Liedli macht?
Ja grad dä. - Was isch mit däm?-
Dä syg chürzlech gstorbe!
Und de wird dr ander vilicht
säge: eh was du nid seisch!»
(Chanson von Mani Matter aus dem Jahr 1972)

«wo chiemte mer hi
wenn alli seite
wo chiemte mer hi
u niemer giengti
für einisch zluege
wohi dass me chiem
we me gieng»
Dieses Gedicht des Berner Dichters Kurt Marti charakterisiert auch Mani Matters Art und Weise sehr treffend. Er blieb nie im Oberflächlichen stehen, sondern schürfte stets tiefer.
Er war einer, der ging...
Es lohnt sich, ihm zu folgen.
• Reutigen, Seniorennachmittag vom 04.03.2026
«Ich wollte mich gerne noch für ihren Auftritt bei uns in Reutigen am 4.März Bedanken! Ihre Hommage an Mani Matter war sehr lebendig und fröhlich und unsere Senioren haben es sehr genossen! (Ich auch!)
Mehrere haben sogar gesagt, das sei schwer zu Toppen! Nochmal herzlichen Dank und alles Gute für Ihre Zukunft. Gerne werde ich Sie weiterempfehlen!»
Marianne Schneider, Kirchgemeinderätin Reutigen
• Oberentfelden, Kreaktiv-Abend vom 22.02.2026
• Berlingen, Seniorennachmittag vom 16.01.2025
• Dietlikon, Seniorennachmittag vom 08.11.2023
• Basadingen, Seniorennachmittag vom 25.10.2022
• Zumikon, Seniorennachmittag vom 27.09.2022
• Birsfelden, Senioren für Senioren vom 22.06.2022
• Baar, Rathus-Schür vom 24.02.2022
• Bauma, Seniorennachmittag des Frauenvereins vom 9.02.2022
• Oase am Rhein, Eglisau vom 3.09.2020
• Untersee Nachrichten vom 2.07.2019
• Anzeiger Burgdorf / d'Region vom 16.01.2019
• Elgger-Zeitung vom 10.11.2018
• Brüttisellen Kurier vom 9.11.2018
• Aadorfer Zeitung vom 6.11.2018
• Dietlikon Kurier vom 1.12.2017
«Für diese wunderschönen Liedervorträge bekam der Sänger von den begeisterten Senioren viel Zwischen- und einen grossen Schlussapplaus.» Marlies Kunz, Kirchgemeinde Müllheim
«Es besuchte uns der Troubadour Andreas Aeschlimann alias Mani Matter, spielte die Stücke wie im Original und verblüffte damit das Publikum mit seiner Präzision. Ein grosses Stück Schweizer Musikgeschichte wurde an diesem Nachmittag wiederbelebt. » Martin Meier, Leiter der Altersresidenz Abendruh in Uetikon am See
«Herzliche Gratulation zu Ihrem Auftritt. Sowohl vom musikalischen (Gitarre und Ihre Stimme) als auch vom Dialekt her finde ich Ihre Darbietung sehr gut, und ich bin in beiden Beziehungen ein heikler Mensch!» Hans Rüegg, Ortsverein Spiezwiler
«Des Troubadours Lieder klangen unverfälscht in der ganzen Kirche. Geschickt und humorvoll führte Andreas Aeschlimann von Chanson zu Chanson. Auch die Gedichte aus dem «Rumpelbuch» begeisterten die Zuhörerinnen und Zuhörer. Klar, dass die Besucher am Schluss eine Zugabe erklatschten. Zu hören bekamen sie das Lied: Mys nächschte Lied, das singe-n-ig euch nid...» Tagblatt Ostschweiz
«Andreas Aeschlimann versetzt von Beginn weg die Zuhörer zurück in die späten 60iger und frühen 70iger Jahre. Er versteht es, mit den einleitenden und überleitenden Worten zu den vorgetragenen Liedern eine lebhafte Geschichte zu erzählen. Bei jedem Lied ging jeweils ein Schmunzeln durch die Reihen des Publikums: ´Ja genau, weisst du noch´, ´das war doch einfach genial, was dieser Mani gedichtet hat´.» Christoph Kaeslin, Evang. Kirchgemeinde Nidau
«Wie an einem roten Faden - der Kunst - führte uns Andreas Aeschlimann humorvoll durch sein Programm. Und mit weniger bekannten Gedichten aus dem Rumpelbuch sorgte er für Auflockerung. Der kräftige und verdiente Schlussapplaus bewog Herrn Aeschlimann zur Zugabe von Mani Matters Lied "Mys nächschte Lied, das singe-n-ig euch nid...".» Hubert Spiegel, Gruppe Kreaktiv, Entfelden
«Ich gratuliere Ihnen zu dieser sehr gelungenen Interpretation der Mani Matter Lieder. Es war auch schön zu beobachten, wie sich zunehmend ein Lächeln auf die Gesichter der Gäste stahl und Ihre Lieder Freude auslösten. Ihnen also ein grosses Kompliment.» Lilo Dätwyler, Kirchgemeinde St. Peter Zürich
«Dass sich Andreas Aeschlimann mit Mani-Matter-Interpretationen wohl fühlt, war spürbar. Er verstand es auch, die Darbietungen mit kurzen Erzählungen ineinander fliessen zu lassen.» Pro Senectute Pfungen

Es si Virusgfahre-n-agkündt, wo me müessti ärnschter näh
als bir letschte Pandemie, will’s Mutatione chönnti gäh,
wo sich leider unerchannt
schnäll vermehre mitenand
über d’Luft u über ds Wasser, über Stadt u Land.
U d’Fallzahle stige-n-immer höcher, s’wärde täglich meh,
so-n-es exponäntiells Wachstum heig me wältwit no nie gseh;
doch me suechi fieberhaft
nach m’e würkigsvolle Saft,
säge d’Fachlüt vor Chemie u die vor Wüsseschaft.
U d’Expärte kämpfe mit entgägegsetzte Argumänt,
diskutiere zäme stundelang u blibe glichwohl trännt.
Doch di allermeischte Lüt
lose zue u säge nüt,
ghöre, was me söll u was verbotte-n-isch ab hüt.
U di einte unterstütze ds BAG ganz dezidiert
u di angre hei drum vehemänt dergäge demonstriert.
Eso geit das hüscht u hott,
s’macht en jede, was er wott,
vo der einte Site git’s vil Lob vo’r angre Spott.
U die, wo zu dene ghöre, wo nid scho si zwöi mal gimpft,
wärde vo de angre, wo’s scho si verurteilt u beschimpft.
D Frag isch welles Schutzkonzept
über 90% verhebt,
dass me d’Vire nümme-n-immer i und us verschleppt.
Es wird unufhörlich brichtet Tag u Nacht, bald gsehn i rot.
Wäg de Fluet vo Informatione ha-n-i Atemnot,
Fieberschüb und Nasereiz –
Infektionssymptom bereits!
Wie entsteit das Virus – u vor allem – wie vergeits?
Dür d’Statistike, Tabelle, Diagramm wird i konfus,
und bim Gsundheitsgspräch chume-n-i medizinisch nid ganz drus,
muess es angre überlah,
klar z’begründe u z’verstah…
Gottseidank, dass i i dere Sach nüt z’hueschte ha!